Das EU-Naturwiederherstellungsgesetz (Verordnung (EU) 2024/1991) trat am 18. August 2024 in Kraft und stellt damit die erste rechtsverbindliche Regelung zur Wiederherstellung von Ökosystemen in der Geschichte Europas dar. Ein wichtiger Meilenstein in diesem Zeitplan ist der 1. September 2026 – die Frist, bis zu der die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 16 ihre Entwürfe für nationale Wiederherstellungspläne (NRP) bei der Europäischen Kommission einreichen müssen.
Um sicherzustellen, dass die nationalen Strategien die tatsächlichen Gegebenheiten der Renaturierung widerspiegeln, hat sich Life Terra im Vorfeld dieser Frist mit strukturierten, evidenzbasierten Beiträgen zu den öffentlichen Konsultationsprozessen in Frankreich (die Abstimmung wird fortgesetzt), Portugal (participa.pt) und die Niederlande (internetconsultatie.nl).

Was wir getan haben und warum

Auf der Grundlage unserer Felddaten aus Tausenden von Renaturierungsgebieten in ganz Europa haben wir den nationalen Ministerien detaillierte Vorschläge unterbreitet. Unsere Beiträge konzentrieren sich auf praktische, skalierbare Lösungen in den drei Kernbereichen des Naturrenaturierungsgesetzes:

  • Agrarlandschaften: Einsatz für eine Agroforstwirtschaft mit hoher Artenvielfalt, Hecken und Windschutzstreifen, die in die nationalen Strategiepläne der GAP integriert sind.

  • Stadtbegrünung (Artikel 8): Austausch von praktikablen Umsetzungsmodellen und Rahmenkonzepten zur Erfassung des Baumbestands, um Kommunen beim Ausbau der städtischen Baumbedeckung zu unterstützen.

  • Waldökosysteme und Kohlenstoff: Bereitstellung praxiserprobter Artenauswahl und geotagged-Überwachungsdaten zur Unterstützung einer hochintegren, klimaresilienten Aufforstung.

Welchem Zweck dient dies?

Politische Maßnahmen sind am wirksamsten, wenn sie auf bewährten Erfahrungen aus der Praxis basieren. Indem Life Terra empirische Daten – wie beispielsweise Baumüberlebensraten, Kennzahlen zum Engagement der Bevölkerung und Open-Data-Kartierungen – direkt in diese nationalen Planungsprozesse einfließen lässt, fungiert die Organisation als aktive zivilgesellschaftliche Brücke zwischen lokalen Pflanzmaßnahmen und den EU-weiten Klima- und Biodiversitätszielen.