In der Region von Bergisches Land, Nordrhein-WestfalenGroße Teile der Waldlandschaft sind vom Klimawandel stark betroffen.
Die langen Dürreperioden der letzten Jahre ließen das Grundwasser auf ein Rekordtief sinken, während steigende Temperaturen und unregelmäßige Niederschläge die Bäume anfälliger für Schädlinge machten. Insbesondere die in der deutschen Forstwirtschaft üblichen Fichtenmonokulturen wurden durch Borkenkäferbefall verwüstet und hinterließen große geschädigte Flächen.
Auf Flächen, die zuvor von Fichten bedeckt waren, Stiftung Stift Ehreshoven und Leben Terra begann 2021 mit der Erstellung des ersten Klima-Wald (Klimawald) in Deutschland. Ziel ist es, einen vielfältigen, klimaresistenten Wald zu schaffen, der den raschen Umweltveränderungen in der Region besser standhalten kann.




Artenauswahl und Anpassung
Um die Widerstandsfähigkeit zu maximieren, sollte eine Mischung aus 16 Laub- und Nadelbaumarten gepflanzt, von denen viele aus Spanien stammten. Diese Setzlinge sind an weite Temperaturbereiche (von -10°C bis +40°C) und lange Trockenperioden gewöhnt, Eigenschaften, die sie zu geeigneten Kandidaten für die zu erwartenden Klimabedingungen in Mitteleuropa machen. Durch die Einführung einer größeren Artenvielfalt zielt das Projekt auch darauf ab, die Anfälligkeit für Schädlinge zu verringern und eine stabile Waldstruktur zu fördern.

Auswirkungen und Widerstandsfähigkeit
Insgesamt werden etwa 19.500 Bäume gepflanzt wurden 5 Hektar im März 2021. Nach eineinhalb Jahren zeigte die Überwachung eine survival rate above 95%selbst nach einem extrem heißen Sommer. Diese starke Leistung zeigt, dass sich die Bäume gut an den Boden und das Klima der Region anpassen.
Ein großer Teil des alten Fichtenholzes wurde absichtlich vor Ort belassen, um Schatten zu spenden, die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten und die Artenvielfalt zu fördern. Zusammen mit den neuen Setzlingen entsteht so ein Lebensraum, der stabiler und ökologisch wertvoller ist als die vorherige Monokultur.






Kontrollbesuche
Seit der Einweihung des ersten Klimawaldes in Deutschland im Jahr 2021 wird der Standort regelmäßig besucht. Kürzlich führte das Life Terra Team unweit des Klimawaldes eine weitere Pflanzaktion durch und nutzte trotz des Schnees die Gelegenheit, um die Fortschritte des Waldes zu überprüfen. Es war ermutigend zu sehen, wie hoch einige der Bäume bereits stehen, vor allem Nadelbäume ragten durch die Schneedecke. Die örtlichen Förster und der Grundbesitzer sind mit der bisher beobachteten guten Entwicklung gleichermaßen zufrieden.
Die Überwachung wird während der gesamten Saison fortgesetzt, wobei Besuche vor Ort mit Drohnenerhebungen in Zusammenarbeit mit Land Life Gesellschaft um Überlebens- und Wachstumsraten für die langfristige Waldbewirtschaftung zu verfolgen.