Briesen (Mark): Projekt Agroforstwirtschaft
Dieses Projekt verwandelt 121,2 ha von konventionellen Ackerflächen in ein klimaresistentes Agrarökosystem durch die Integration von 18,3 ha von mehrjährigen Agroforststreifen (AF). Insgesamt 163.000 Bäume und Sträucher werden in verschiedenen Reihen innerhalb der Anbauflächen nach den Grundsätzen der syntropischen Landwirtschaft angepflanzt.
Durch die kontinuierliche Wiederverwertung von Biomasse ("chop & drop") werden der Kohlenstoffgehalt und die Fruchtbarkeit des Bodens erhöht und die Wasserspeicherung sowie die Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit verbessert. Das System mäßigt das Mikroklima, verringert Erosion und Abfluss und führt zu einer Umstellung von einjährigen Monokulturen auf eine langfristige, mehrjährige Produktion.

Zielsetzungen
Das Projekt soll die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern, verbessern, so dass die Felder auch in Zeiten der Trockenheit fruchtbar bleiben. Durch die Verringerung von Abfluss, Erosion und Nährstoffauswaschung wird der Boden vor Degradation geschützt und gleichzeitig mit mehr organischem Kohlenstoff und höherer Fruchtbarkeit angereichert. Neben der Bodengesundheit trägt die Arbeit auch zur biologischen Vielfalt bei, indem sie neue Lebensräume schafft und die ökologische Vernetzung von Agrarlandschaften verbessert. Gleichzeitig unterstützt der Ansatz eine diversifizierte und widerstandsfähige landwirtschaftliche Produktion und bietet den Landwirten mehr Stabilität angesichts sich ändernder Bedingungen.
Auswirkungen
Die Vorteile dieses Projekts werden sich auf vielen Ebenen bemerkbar machen. Die Wasserbewirtschaftung wird sich verbessern, da der Boden mehr Wasser zurückhält, weniger Abfluss und Erosion auftritt und das Grundwasser sauberer wird. Auch das Klima wird davon profitieren, da Kohlenstoff sowohl im Boden als auch in der Biomasse gebunden wird und ein gemäßigtes Mikroklima die Landwirtschaft nachhaltiger macht. Die biologische Vielfalt wird durch die Schaffung von Lebensräumen für Bestäuber, Vögel, kleine Säugetiere und Bodenorganismen gedeihen. Auch die lokalen Gemeinden und Landwirte profitieren davon, denn sie können ihre Erträge diversifizieren und sind langfristig widerstandsfähiger. In Verbindung mit Bildungsaktivitäten kann das Projekt auch für Schulen und Freiwillige geöffnet werden und so Gelegenheiten zum Lernen, zur Beteiligung und zur tieferen Auseinandersetzung mit der Umwelt schaffen.
Wie können wir diese Auswirkungen messen?
Anzahl der gepflanzten Bäume
Hektar Anbaufläche, die in AF-Systeme umgewandelt wurden
Absorbierte Tonnen CO2 eq**
Mitglieder der Gemeinschaft und engagierte Studenten
Lokal geschaffene oder unterstützte Arbeitsplätze
Erweiterte Überwachungsmöglichkeiten (Bodenkohlenstoff, biologische Vielfalt, Ertragsdiversifizierung) verfügbar.
Die Unterstützung dieses Projekts bedeutet die Unterstützung der folgenden SDGs:
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